Montag, 14. Juli 2014

Gavin

Am Freitag, den 13.06.2014 war es dann endlich soweit! Das Warten hatte eeeeeendlich ein Ende, denn der kleine Gavin erblickte das Licht der Welt. Mit knapp 5,5kg und einer Größe von 57cm, war er wahrlich kein Leichtgewicht, dennoch verlief die Geburt eigentlich ohne Probleme ab. Gleich schon am Sonntag wurde meine Gastmutter aus dem Krankenhaus entlassen und wir alle freuten uns, die Beiden wieder zurück Zuhause zu haben. Für Ben war das nun natürlich auch die erste Probe, seine Fähigkeiten als nun großen Bruder unter Beweis zu stellen und für uns interessant zu sehen, ob es Eifersüchteleien gibt. Alle Sorgen waren aber total unbegründet, denn Ben liebt Gavin abgöttisch! Es ist so niedlich mit anzusehen, wie er ihm Lieder vorsingt, drauf aufpasst, dass Gavin immer seinen Kuschel Affen in der Schaukel hat und sofort bescheid gibt, wenn Gavin weint.
Die Tage waren aber auch sehr anstrengend, da dauernd Besuch ins Haus kommt und endlos geschnackt wird. Soviel Tee wie im dieser Zeit hab ich noch nie gekocht!!

Gavin macht sich wirklich gut und weint sehr selten und schläft ziemlich viel. Die Nächte sind für meine Gasteltern auch ziemlich entspannt, da er erst gegen morgen aktiver wird und häufiger aufwacht. Seine Geburt war eigentlich das letzte anstehende Großereignis für mich und ich fange nun schon an, ein paar Sachen zusammenzusuchen, denn für mich sind es auch nur noch knapp drei Wochen, bis es wieder nach Hause geht.






Freitag, 23. Mai 2014

Dublin again

Here I go again! Noch ein einziges mal Besuch, bevor es in FÜNF WOCHEN wieder nach Hause geht. 

Letzte Woche Freitag hieß es wieder einmal für mich: Auf zum Aircoach und ab nach Dublin, um dort Philip und Hannes über das lange Wochenende zu treffen. Es war klasse, sie wiederzusehen, da es ja nun auch schon wieder fast ein halbes Jahr her ist. Nach einem kleinen Snack, gingen wir dann zum Hostel, um einzuchecken. Das Jacobs Inn Hostel ist wirklich sehr zu empfehlen, lag aber wohl auch bestimmt daran, dass wir ein privates Dreierzimmer+ Bad hatten. Das ist nach meinen bisherigen Hostel Erfahrungen schon purer Luxus!
Den Abend verbrachten wir in der Innenstadt und ich zeigte den Beiden noch die Grafton Street und St. Stephens Green Park. Natürlich durfte Temple Bar auch nicht fehlen, wo wir uns im Fitzsimons am späteren Abend noch ein paar Getränke gönnten und der wirklich guten live Musik zuhörten.
Am nächsten Morgen standen wir dann früh auf, denn wir hatten ein volles Tagesprogramm und waren ja nun einmal nicht zum Spaß in Dublin! Unser erster Halt war das Trinity College, was auch immer wieder für mich beeindruckend ist. Ich liebe sowieso die Architektur der irischen Colleges, denn sie erinnern in ihrer Bauart alle an Harry Potter. Achja apropos Harry Potter- natürlich durfte auch die Trinity College Library nicht Fehlen, in der damals die Filme gedreht wurden. Wer meinen Blog nun das ganze Jahr verfolgt hat, weiß das natürlich ;-) Wie? Hast du etwa nicht? Na dann schnell den alten Beitrag über meinen ersten Besuch in Dublin rauskramen und noch einmal nachlesen, denn das ganze Touri Zeugs werd ich hier nicht noch einmal erklären. Im Übrigen habe ich wirklich sehr wenig Sightseeing Fotos gemacht, aber dafür von den Jungs und unserer gemeinsamen Zeit, was mir einfach wichtiger war. Nachdem wir uns wirklich den halben Vormittag in und um das Trinity College bewegt haben, war es erstmal Zeit für Lunch- lecker Gourmet Burger. Danach setzten wir uns noch einmal ins Stephens Green und genossen die Sonne und den Trubel um uns herum und haben einfach nur geschnackt. Danach ging es wieder in die Stadt und wir erforschten ein paar Seitenstraßen und folgten einfach unserer Nase. Hannes hatte die Möglichkeit viele Bilder zu machen, die ihr dann, mitsamt all seinen anderen Fotografien auch auf seinem Blog sehen könnt, für den ich immer wieder gerne Werbung mache: http://hannesvosgerau.blogspot.de/

Abends haben wir uns mit meiner Großcousine Jennifer getroffen, worüber ich mich sehr gefreut habe. Grade als wir uns über unsere weitere Planung für den letzten Tag unterhielten, (eine Paddywagon Tour in den Wicklow Nationalpark) rief das Busunternehmen an, um uns ohne triftigen Grund abzusagen. Ich war sehr enttäuscht, da es wirklich ein Highlight meiner Zeit hier war und ich es gerne auch den Beiden gezeigt hätte. Aaaaber wir hatten ja zum Glück Jennifer da, die uns gleich schnappte und zum nächsten Tourist Office schleppte, um nach Alternativen für einen "Ausflug ins Grüne" zu schauen. Als wir dann aus dem Office heraustraten, hatten wir auch den perfekten Alternativplan für Sonntag: Einen Cliffwalk von Greystones nach Bray! Suupi!
Die Nacht verbrachten wir dann wieder in Temple Bar und trafen dann auch noch Nuria und ihren Freund (aufmerksame Leser wissen auch hier, sie ist mein vorgänger Aupair). Wir hatten eine klasse Zeit mit kulturellem Austausch, was dazu führte, dass wir den beiden Nachts bei McDonalds Deutsch beigebracht haben.

Ein wenig müde erwachten wir dann am nächsten Tag, aber wir alle freuten uns schon auf den Ausflug. Mit der DART, (dem Zugsystem innherhalb Dublins) fuhren wir entlang der Küste und vorbei an Jennifers Wohnort nach Greystones. Die Jungs waren schon auf der Zugfahrt von den Klippen begeistert und dann angekommen konnte der kleine nette Spaziergang von 8km losgehen.
Ich hatte leider das falsche Schuhwerk eingepackt, da dieser Marsch ja nicht geplant war und so kraxelte ich mit meinen Converseschuhen den Beiden hinterher. Irgendwann konnte Philip sich das Elend wohl nicht mehr anschauen und trug meine Tasche. Nein, so schlimm war es nicht, aber meine Füße und dann auch meine Knie machten mir schon zu schaffen, mit der Tasche und Philip stimmt allerding. Das Wetter und die Aussicht waren aber wirklich alle Mühen wert und so vergaß man schon FAST die 8km. Hannes hat auch hier wieder wirklich klasse Fotos gemacht! In Bray angekommen, gab es erst einmal ein großes Softeis, was wir uns redlich verdient hatten und dann nahmen wir die DART wieder zurück nach Dublin City. Inzwischen fing es auch an leicht zu regnen, also perfektes Timing würde ich sagen.
Ich war so kaputt und schlug vor, ins Hostel zu gehen, um uns ein wenig auszuruhen. Am Ende waren es die Beiden, die 2h geratzt haben (jaja, aber über mich Witze reißen).
Nach dieser ausführlichen Erholung, rafften wir uns wieder auf und genossen in der Stadt unser Abschiedsdinner und nun hatte das irische Wetter es auch geschafft, sich von seiner schönsten Seite zu zeigen, nämlich mit dem Regen! Und was tut man Abends?-in Irland?-Wenn es schüttet? Richtig! Auf in den Pub und Tür zu! Wieder einmal Temple Bar und diesmal auch in den gleichnamigen Pub. Nach super live Musik und ein paar Pints später, ging es wieder zurück ins Hostel, da die beiden am Morgen früh aufstehen mussten, um den Flug zu bekommen.

Und so hieß es viel zu schnell wieder einmal Abschied nehmen, aber es fiel uns allen nicht so schwer, denn bald habt ihr mich ja alle wieder!!! Ich verbracht noch den Morgen in Dublin, habe mich dann aber, wegen des schlechten Wetters, auch dazu entschieden, den Aircoach früher zu nehmen und war dann Nachmittags in Cork.

Jungs, es war eine tolle Zeit mit euch und leider viel zu kurz, aber bald gehts ja wieder in Oldenburg in den Pub. Noch einmal ein DICKES DANKE an Jennifer, die unser Retter in der Not war und für uns noch so schnell eine Alternative gefunden hat!! Ich hoffe ich werde dich bald wiedersehen!

























































































Dienstag, 6. Mai 2014

'Colour me Cork' Run

Wuhu, nun hab ich endlich auch so ein Holi-Festival-sich-mit-Farbe-vollschmieren-Ding mitgemacht! Den 'Colour me Cork' Charity Run! Also eine Wohltätigkeitsverantstaltung, bei der man 5km läuft und bei jedem Kilometer mit Pulverfarbe beworfen wird und am Ende aussieht wie ein Regenbogen. Den Spaß konnte ich mir nicht nehmen lassen.
Aoife, die Freundin meiner Gastmama, holte mich morgens ab und leider versprach schon zu dem Zeitpunkt das Wetter nichts Gutes, es nieselte. Aaaaaber was ist schon 10 Grad und Niesel, gegen jede Menge Spaß!
Auf dem Gelände angekommen, dachte man wirklich ganz Cork wäre anwesend. Echt klasse, dass trotz des Wetters soviele gekommen sind, um teilzunehmen.
Das viele Menschen dort waren, hatte jedoch auch seinen Nachteil, denn wir durften sicherlich eine dreiviertel Stunde warten, um uns zu registrieren und somit unsere Startnummern zu bekommen. Es war soooo kaaaalt und eigentlich konnten wir es kaum erwarten, dass es endlich losgeht, damit uns endich warm wird. Ausgestattet mit einem Shirt, Riesensonnenbrille, 3 Tüten Pulver und dann endlich mit unserer Startnummer ging es also zur Startlinie. Nach einer Aufwärmrunde, durch die Verantstalter, ging es endlich los. Der Startschuss! 4000 Menschen warteten darauf bunt zu werden.
Die Strecke an sich führte über ein Uni Gelände und war 5km lang und wirklich locker und bei gutem Tempo zu schaffen. Beim 3. km Punkt, an dem man mit blauber Farbe beworfen wird, hat jedoch ein blöder Depp mir eine volle Ladung Farbe an die rechte Gesichtshälfte geworfen.. inklusive Ohr! Das Zeug läuft mir immer noch raus...egal! Weiter gings :-)
Nach ungefähr 40 Minuten erreichten wir die Ziellinie und wurden mit der Cork Farbe Rot beworfen, was uns dann noch den letzten schönen (Farben)Schliff gab. Kaputt aber glücklich machten wir uns über die Snacks her, die für die Läufer bereitstanden und jubelten den anderen zu, die ins Ziel kamen.
Das war echt eine klasse Verantstaltung und trotz des diesigen und nebeligen Wetter hatten alle sichtbar viel Spaß, oder wie man hier sagt 'great CRAAAAIC'! So etwas mach ich immer wieder gerne mit!

PS: Dadurch, das ich so überaus trainiert und sportlich bin, habe ich natürlich gaaar keinen Muskelkater bekommen...  .......   ..... bis heute leide ich immer noch.. eine Runde Mitleid!














Sonntag, 20. April 2014

Ostern!

Ostern war Familientag und das war richtig supi! Wir haben uns alle den Tag nichts vorgenommen, um ihn wirklich mal gemeinsam zu nutzen (bisher ist das leider noch nicht vorgekommen, da ich ja an den Wochenenden meistens unterwegs bin)
Zusammenfassend kann man sagen, dass eigentlich nur gegessen wurde, also wie bei einem Familientag ebenso üblich...hihi
Morgens haben wir für Ben Eier im Garten versteckt und ich muss sagen, er ist ziemlich schnell darauf gekommen, dass man immer weiter suchen muss. Ich glaube, seiner Meinung nach könnte Ostern jeden Tag stattfinden.
Nach dem Eiersuchen gab es Brunch und dafür haben wir Waffeln und Pfannkuchen gemacht, mit allem drum und dran! Also Eis, Sahne, Blaubeeren, Erdbeeren, Puderzucker und und und...
Einfach nur total vollgestopft, aber es war soo lecker! Danach legten wir uns alle bei superwarmen 20 Grad draußen auf den Rasen in die Sonne und haben entspannt. Ben ist neben uns herumgetobt, das war schon fast wie eine Bilderbuch-Familie!
Am Nachmittag sind wir dann auf eine Farm gefahren und Ben war außer sich vor Freude: Hühner, Enten, Schafe, Lämmer, Kühe, Traktoren ... alles was das kleine Farmer Herz begehrt! Wir hätten ihn locker da lassen können.
Abends dann wieder ESSEN und zwar mit der ganzen Familie. Mein Gastvater hat sich mal wieder mit dem Dinner übertroffen und nun sitze ich jetzt hier am Ende des Tages, völlig überfr.. äh gessen und schreibe diesen Blog.

Was ein schöner Tag und auch besonders, da es der erste und einzige Feiertag ist, den ich hier verbringen werde. Weihnachten war ich ja nun Zuhause und wie mein Gastvater vor ein paar Tagen sagte: Ostern ist wie Weihnachten, nur ohne Geschenke und viel entspannter! Wo er recht hat, hat er recht.
Diesen Tag werd ich länger in Erinnerung behalten und mich bestimmt jedes kommende Ostern erinnern, wie ich mein Ostern damals in Irland verbracht habe! :-)



 



 

Fahrradtour in Dungarvan

Das Osterwochenende war richtig klasse und lohnenswert. Allein wenn man das Wetter betrachtet, hatten wir das ganze lange Wochenende nur Sonne und an die 18 Grad. In diesem und in dem nächsten Eintrag, werde ich euch ein wenig über den Samstag und den Ostersonntag erzählen.
Also, Samstag fuhren Anna und ich mit dem Bus nach Dungarvan, einem wunderschönen Küstenort zwischen Youghal und Waterford. Und wenn ich wunderschön sage, meine ich das auch so! Dungarvan gehört nun mit Galway zu meinen Lieblingsorten in Irland. Die Stadt hat irgendetwas total knuffiges und eigentlich nichts typisch Irisches, die Häuser sehen eher so aus wie im Schwarzwald und selbst in den Estates, also in den Wohngebieten, ist jedes Haus etwas unterschiedlich und nicht in diesem typischen Einheits-Doppelhäuser-Baustil gebaut.
Anna und ich haben uns dann also Fahrräder ausgeliehen, was sich auch ein wenig abenteuerlich gestaltet hat. Im Vorraus hatten wir im Internet einen Fahrradverleih herausgesucht und dachten uns, dass es wohl ein Shop in der Innenstadt sei. Mein Google Maps führte uns dann aber heraus aus der Stadt und hinein in ein Estate. Wir liefen dann ein wenig hin und her, um nach einem Schild zu suchen, dass auf den Verleih hinwies. In unserer Verzweifelung fragten wir dann einen Mann, der dann auf ein stink normales Haus zeigte und auch da gab es kein Anzeichen auf einen Verleih. Wir klingelten und niemand öffnete uns die Tür, doch als wir uns grade wieder auf den Rückweg machen wollte, wurde die Tür doch noch geöffnet und eine Frau mit einem Baby auf dem Arm stand vor uns. Verwirrt und fast beschämt fragten wir sie, ob sie hier Fahrräder verleihen würde. Sie bejahte und bat uns ins Haus zu kommen und mit ihr auf ihre Mutter zu warten, die wirklich die Fahrräder vermietet! Beim Warten unterhielten wir uns ein wenig mit ihr und sie war wirklich sehr freundlich und erklärte uns ein paar Routen, die wir abfahren konnten. Als dann ihre Mutter eintraf, suchten wir die passenden Fahrräder heraus und fuhren los. Unser Weg führte uns an einer Küstenstraße entlang, mit tollen Blick aufs Meer und auf der anderen Seite mit tollen Blick auf wahnsinnig tolle Häuser, jedes schöner als das Andere. toll, toll, toll! Da kann man gut wohnen!
Nach einer Stunde fahrt, kamen wir an einer kleinen Bucht an, mit Aussicht auf die Klippen von Helvick Head, auf der anderen Seite der Bucht. Es war wahnsinnig entspannend einfach nur da zu sitzen, aufs Wasser zu schauen und die Sonne auf dem Gesicht zu spüren.
Irgendwann machten wir uns dann wieder auf dem Rückweg und betrachteten noch einmal diese Häuser (ja, ihr merkt, ich komme da einfach nicht von los)
Wir gaben unsere Fahrräder wieder ab und bedankten uns noch einmal für die Freundlichkeit und versprachen, sie weiterzuempfehlen. Wir scheinen wohl auch einen Eindruck hinterlassen zu haben, denn beim Rausgehen fragte uns die junge Mutter, mit welcher Agentur wir denn nach Irland gekommen seien, da sie nun auch überlege, ein Au Pair bei sich wohnen zu lassen. Mission completed!
Wir hatten einen wirklich guten Tag und waren froh, dass das Wetter so klasse mitgespielt hat, einfach ein perfekter Tagesausflug!